Motorrad finanzieren: Pro & Kontra

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Wer ein Motorrad finanzieren möchte, der sollte sich vor dem Kauf mit den Vor- und Nachteilen beschäftigen, die eine Finanzierung mit sich bringen kann. Oft wird die Belastung, die auf diese Weise entsteht, auch unterschätzt.

Gutes Motorrad bei wenig Kapital – der Kredit macht es möglich

Der Führerschein ist endlich geschafft oder die alte Maschine gibt langsam aber sicher den Geist auf. Es gibt viele Gründe, warum eigentlich der Kauf von einem neuen Motorrad auf dem Plan steht. Natürlich ist der Markt an gebrauchten Maschinen groß. Aber nicht jeder Biker möchte sich gerne mit einem alten Modell zufrieden geben.

Wer sich auf die Suche nach einer neuen Maschine macht, der kann hier, je nach Hersteller und Ausstattung, mit Preisen ab 3.000 Euro rechnen. Nach oben hin sind dabei kaum Grenzen gesetzt. Um sich den Wunsch zu erfüllen, braucht es aber auch das richtige Guthaben. Über die Jahre hinweg zu sparen ist eine Möglichkeit. Wer die Maschine jedoch gleich haben möchte, der kann, bei einer guten Bonität, einen Kredit aufnehmen. Auf diese Weise ist es möglich, auch mit wenigen Ersparnissen eine Maschine in der Garage stehen zu haben, die sich sehen lassen kann. Vielleicht geht damit sogar der eine oder andere Wunsch der Traum-Maschine in Erfüllung.

 

Wer sich auf die Suche nach einer neuen Maschine macht, der kann hier, je nach Hersteller und Ausstattung, mit Preisen ab 3.000 Euro rechnen. Nach oben hin sind dabei kaum Grenzen gesetzt. (#01)

Wer sich auf die Suche nach einer neuen Maschine macht, der kann hier, je nach Hersteller und Ausstattung, mit Preisen ab 3.000 Euro rechnen. Nach oben hin sind dabei kaum Grenzen gesetzt. (#01)

Die Vorteile einer Motorrad-Finanzierung

Grundsätzlich ist es natürlich immer gut, sich erst einmal mit den Vorteilen zu beschäftigen, die eine Motorrad-Finanzierung mit sich bringen kann. Die Grundlage dafür ist ein optimaler Kreditvergleich, bei dem der Kredit mit den besten Konditionen ausgewählt wird.  Eine gute Anlaufstelle dafür ist smava.de. Wenn hier alles stimmt, dann greifen die folgenden Vorteile:

  1. Flexibilität bei der Auswahl der Maschine
    Habe ich als Biker lediglich Ersparnisse in Höhe von 2.000 Euro auf dem Konto, dann schränkt mich dies stark in der Auswahl meiner Maschine ein. Natürlich besteht die Möglichkeit, sich online auf die Suche zu machen, über privat zu schauen oder auch einfach Glück zu haben. Oft müssen jedoch Abstriche gemacht werden. Anders sieht es bei einer Finanzierung aus. Durch die Finanzierung steht ein höherer Betrag zur Verfügung, der für den Kauf von einem Motorrad verwendet werden kann.
  2. Neues Motorrad – weniger Ärger
    Das ist eine Rechnung, die nicht immer, aber in den meisten Fällen aufgeht. Wer in ein neues Motorrad mit seinem Kredit investiert, der hat eine Gewährleistung oder eine Garantie, die er nutzen kann. Dazu kommt, dass die ersten Verschleissreparaturen, je nach Fahrmenge, normalerweise einige Jahre auf sich warten lassen. Auch der Verbrauch ist bei neuen Maschinen oft geringer. Die Kosten, die nach dem Kauf des Motorrads entstehen, sind also gering und überschaubar. Anders sieht es bei einer günstigen gebrauchten Maschine aus. Hier ist es nicht selten der Fall, dass schon bald die ersten Reparaturen anstehen und wieder in die Tasche gegriffen werden muss.
  3. Anlage von Erspartem
    Nicht jeder Käufer, der sich für eine Finanzierung interessiert, macht dies, weil er nicht ausreichend Geld für den Kauf zur Verfügung hat. Wer sein Guthaben gerade in einer soliden Geldanlage hat, die vielleicht relativ hohe Zinsen bringt, möchte es möglicherweise nicht auslösen. Das kann Sinn machen, denn die Kreditangebote der Händler beinhalten wirklich günstige Möglichkeiten, ein Motorrad zu kaufen. Die Zinsen für die Finanzierung liegen teilweise gerade einmal bei 1%. Wenn das Geld in der Anlage 2% bringt, ist das schon einmal ein Gewinn.
  4. Vorzeitige Rückzahlung
    Bei den meisten Krediten ist eine vorzeitige Rückzahlung ohne Probleme möglich. Sie kann dann in Anspruch genommen werden, wenn das Geld vorhanden ist. Wer also seinen Kredit früher auslösen möchte, der kann das tun. Das ist vielleicht sinnvoll, wenn man sich entscheidet, die Maschine doch vor der Laufzeit wieder zu verkaufen und mit dem Erlös den Kredit abzulösen.

Letztendlich ist es für viele Fahrer vor allem die Möglichkeit, sich den Traum von einem bestimmten Motorrad erfüllen zu können, der hier an erster Stelle steht. Die Finanzierung macht es möglich, genau diesen Traum zu leben.

 

 Durch die Finanzierung steht ein höherer Betrag zur Verfügung, der für den Kauf von einem Motorrad verwendet werden kann. (#02)

Durch die Finanzierung steht ein höherer Betrag zur Verfügung, der für den Kauf von einem Motorrad verwendet werden kann. (#02)

Die Nachteile bei einer Motorrad Finanzierung

Auch wenn die Vorteile natürlich erst einmal gut klingen und durchaus Sinn machen, ist es für die Abwägung unbedingt notwendig, sich auch mit den möglichen Nachteilen zu beschäftigen, die hier anfallen können.

  1. Wertverlust
    Der Wertverlust ist bei einem Auto oft ein sehr großes Thema. Nicht umsonst heißt es, dass der Neuwagen, wenn man mit diesem vom Hof fährt, schon einmal einen großen Teil seines Wertes verloren hat. Das ist bei einem Motorrad nicht anders. Wer ein Motorrad finanziert und dann feststellt, dass es doch nicht die richtige Wahl war, der kann es natürlich wieder verkaufen. Der Verkaufspreis kommt aber nur selten an den Kaufpreis heran. Mit dem Kaufpreis kann der Kredit bedient werden – meist aber nur zu einem Teil. Das heißt, wenn die Maschine verkauft ist, zahlen viele Kreditnehmer noch weiter den Kredit für ein Motorrad, das sie gar nicht mehr haben. Das ist besonders bei langen Laufzeiten und hohen Beträgen sehr ärgerlich.
  2. Die Sache mit dem Unfall
    Auch mit einem Motorrad kann es leider zu einem Unfall kommen. Im schlimmsten Fall hat die Maschine dann einen Totalschaden. Wenn die Versicherung den Zeitwert übernimmt, kann das schmerzlich sein bei einer laufenden Finanzierung. Ebenso wie bei dem frühzeitigen Verkauf kommt auch hier der Faktor dazu, dass eine Maschine weiter abgezahlt wird, die nicht mehr vorhanden ist.
  3. Die falsche Rechnung
    Wer einen Kredit aufnehmen möchte, der neigt oft dazu, dass er sehr gerne optimal rechnet. Das heißt, er findet plötzlich Möglichkeiten, hier und da noch Geld einzusparen und die Rate zu erhöhen, um sich so eine teure Maschine bei einer guten Laufzeit leisten zu können. Diese Einsparungen sind jedoch nur auf dem Papier. Im Alltag sieht es dann ganz anders aus. Fehlt das Geld an allen Ecken, kann die Rate sehr schmerzhaft sein. Vielleicht lässt sie sich irgendwann gar nicht mehr bedienen. Steht dann keine Ratenschutzversicherung zur Verfügung, gibt es ein Problem.

Bei der Entscheidung für oder gegen eine Finanzierung sind dies Punkte, die vor der Unterzeichnung auf dem Vertrag bedacht werden sollten.

 

Zu Beginn kommt einem Motorradliebhaber natürlich erst einmal der Kredit bei einer Bank in den Kopf. Das ist oft die erste Wahl. Allerdings kann es sich lohnen, über die Finanzierung beim Händler nachzudenken. (#03)

Zu Beginn kommt einem Motorradliebhaber natürlich erst einmal der Kredit bei einer Bank in den Kopf. Das ist oft die erste Wahl. Allerdings kann es sich lohnen, über die Finanzierung beim Händler nachzudenken. (#03)

Eine Alternative: Die Finanzierung beim Händler

Zu Beginn kommt einem Motorradliebhaber natürlich erst einmal der Kredit bei einer Bank in den Kopf. Das ist oft die erste Wahl. Allerdings kann es sich lohnen, über die Finanzierung beim Händler nachzudenken. Dieser ist in der Art der Finanzierung deutlich flexibler. Das heißt, es gibt verschiedene Varianten, aus denen der Kunde wählen kann.

Je nach Händler natürlich, hier gibt es immer wieder Unterschiede. Neben der klassischen Finanzierung ohne Anzahlung, gibt es auch die Finanzierung mit einer Anzahlung. Die Höhe der Anzahlung kann variieren. Sehr attraktiv für die meisten Fahrer ist aber die Ballonfinanzierung. Mit niedrigen Zinsen über die Laufzeit wird ein Teil der Schuld beglichen. Am Ende der Laufzeit kann das Motorrad zum Restbetrag ausgelöst werden. Es ist aber auch möglich, eine Anschlussfinanzierung in Anspruch zu nehmen.

Einige Händler nehmen das Motorrad dann auch zurück. Das funktioniert aber nur, wenn vorher eine Rückkaufvereinbarung getroffen wurde. Liegt diese nicht vor, dann kann der Kunde darauf auch nicht bestehen. Eine Beratung direkt beim Händler sowie der Vergleich mehrerer Händler miteinander, kann lohnenswert sein, da die Zinsen teilweise deutlich variieren. Vielleicht lässt sich mit einer Finanzierung der Kaufbetrag für das Motorrad auch noch senken oder es gibt Zubehör mit dazu.


BIldnachweis:©Fotolia-Titelbild: pavel_shishkin -#01: JackF -#02: sepy -#03:georgerudy_

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About Author

Marius Beilhammer, Jahrgang 1969, studierte Journalismus in Bamberg. Er schreibt bereits viele Jahre für technische Fachmagazine, außerdem als freier Autor zu verschiedensten Markt- und Businessthemen. Als fränkische Frohnatur findet er bei seiner Arbeit stets die Balance zwischen Leichtigkeit und umfassendem Know-how durch seine ausgeprägte Affinität zur Technik.

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