Formel 1 Helme "Made in Germany": Hightech pur!
Rund 3.000 Arbeitsstunden verwenden die Spezialisten von Schuberth darauf, einen Formel 1-Helm zu entwickeln. Besonderes Augenmerk gilt dabei der Entwicklung der Kohlefaser, einem Material, das erst dank des Know-hows der Schuberth-Spezialisten für die Produktion von Formel 1-Helmen einsetzbar wurde. Den heutigen Entwicklungsstand markiert derzeit die T 1000, die aktuell schlagfesteste Kohlefaser der Welt. Millionen kleinster Fäden, verwoben zu 80 bis 120 Lappen, bilden eine Lage, die das Grundgerüst der Helmschale stellt. Massas Helm zählte 18 dieser Kohlefaserlagen, ein normaler Motorradhelm weist drei auf. Die Leistungsdaten der Kohlefaser sind beim Schlagschutz derzeit unübertroffen. Eine Sonderlackierung sorgt zudem dafür, dass ein Formel 1-Helm 45 Sekunden lang die Hitze eines Schweißbrenners (ca. 900 Grad Celsius), ausgerichtet aus einer Entfernung von fünf Zentimetern, widersteht.
Schutz und Sicherheit - auch eine Frage des KomfortsDer Helm schützt den Fahrer nicht nur bei Unfällen, er vermeidet sie auch. So verfügen die Helme über einen speziellen Akustikkragen, um den Lärmstress möglichst gering zu halten. An das Ohr des Fahrers dringt ein dumpfes Motorenbrummen von weniger als 100 Dezibel. Dabei dröhnt im Rücken, nur eine knappe Armlänge entfernt, ein Achtzylinder mit bis zu 19.000 Umdrehungen. Auch das Gewicht spielt angesichts der enormen Fliehkräfte eine herausragende Rolle. Allein beim Bremsen zerrt zeitweise das Sechsfache der Erdanziehungskraft an der Nackenmuskulatur. Da bedeuten über die Renndistanz gesehen selbst die sechs Gramm, die das Schloss des Kinnriemens aus Titan gegenüber der Stahlausführung leichter ist, eine erhebliche Erleichterung. Der Sichtschutz besteht aus einer vier Millimeter starken, schlagzähen Polycarbonat-Scheibe, die einem Partikel-Beschuss mit einer Geschwindigkeit von 500 Stundenkilometer standhalten muss. Für feuchtes Wetter haben die Schuberth-Ingenieure 2008 ihren Fahrern ein beheizbares Visier spendiert - damals eine Weltneuheit, die nach dem berüchtigten Regenrennen in Silverstone auch das Interesse anderer Formel 1-Piloten geweckt hatte.
Durch Technologietransfer aus der Formel 1 zum Erfolg
Den unfassbaren Leistungen der Formel 1-Helme geht eine lange Entwicklungszeit voraus, die auch ein kostspieliges Unterfangen ist: Mit einem sechsstelligen Betrag kalkuliert Helmhersteller Schuberth, bis ein neuer Formel 1-Helm zum Einsatz kommen kann. Per Scanvorlage erfolgt dann die individuelle Anpassung an die Köpfe der Formel 1-Piloten.Allerdings schlägt das Unternehmen aus seinem Engagement in der Königsklasse des Motorsports geistiges Kapital für seine weiteren Produktsparten. Viele Details und technische Neuerungen, die sich in der Formel 1 bewährt haben, fließen in die Entwicklung von Helmen der Bereiche Arbeitsschutz, Feuerwehr, Polizei und Militär. Dieser interne Technologietransfer hat wesentlich dazu beigetragen, dass die Position von Schuberth als Entwicklungsführer nicht nur im Bereich der Motorradhelme seit Jahrzehnten unstrittig ist. Auch in allen anderen Bereichen markiert die Kopfschutztechnologie aus Magdeburg unangefochten die Weltspitze.
Marcel Lejeune, Geschäftsführer der Schuberth GmbH unterstreicht die Bedeutung der Formel 1 für die Entwicklung weiterer Schuberth Helme: "Die Formel 1 ist die ideale Plattform, um unsere Produkte auf einem hohen technischen Niveau und unter extremen Bedingungen zu testen. Alles, was wir in der Formel 1 lernen, übertragen wir auf unsere weiteren Produktbereiche Motorrad, Arbeitsschutz, Polizei und Militär. Jeder unserer Kunden profitiert im höchsten Maße von unseren Erfahrungen aus der Formel 1. Es ist unser oberstes Ziel, einen optimal abgestimmten Kopfschutz mit maximaler Sicherheit anbieten zu können."
Quelle: Pressemeldung Schuberth GmbH
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