Erster Doppelsieg für die BMW S 1000 RR.

06.07.2009 | München
Rund 18.500 Zuschauer erlebten beim Rennwochenende der Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft auf dem Salzburgring ein historisches Ereignis.

Der Belgier Werner Daemen gewann souverän beide Läufe des höchsten deutschen Motorradsport-Prädikats und bescherte BMW Motorrad damit schon im fünften Rennen nach dem Einstieg in die IDM den ersten großen Erfolg für die BMW S 1000 RR in einer internationalen Meisterschaft. Das von BMW Motorrad Deutschland unterstützte Team alpha Technik Van Zon BMW reiste perfekt vorbereitet an und eröffnete die zweite Saisonhälfte der IDM so mit einem fulminanten Doppelsieg.

Julian Mazuecos/Spanien gelang darüber hinaus mit zwei Top Ten Resultaten nach einer mehrwöchigen Verletzungspause das Comeback. Filip Altendorfer/Raubling hatte im ersten Rennen einen Sturz zu beklagen, überzeugte im zweiten Lauf dann mit Platz 9. Toni Wirsing/Chemnitz bewies am IDM-Wochenende Kampfgeist.

Werner Daemen hatte gut daran getan, schon im ersten Training fit zu sein und eine schnelle Runde hinzulegen. Mit einer Zeit von 1:19,833 sicherte sich der Mann vom Team alpha Technik Van Zon BMW die provisorische Pole-Position. Aus dem Provisorium wurde wenige Minuten vor dem Abschlusstraining eine unumstößliche Tatsache. Der Himmel über dem Salzburgring hatte seine Schleusen geöffnet und eine Verbesserung der Rundenzeiten unmöglich gemacht. "Wir waren schon beim freien Training am Freitag gut unterwegs", erklärte Daemen. "Wir haben noch die Übersetzung geändert und die Geometrie der BMW verfeinert."

Im ersten Lauf tauchte der alpha Technik Van Zon BMW Pilot nach der ersten Runde als Sechster mitten in der Spitzengruppe auf. Acht Runden brauchte der Belgier, um sich an die Spitze der Konkurrenz zu setzten, immer in Tuchfühlung mit den Verfolgern. In den letzten Runden drehte er das Gas seiner BMW S 1000 RR nochmals ordentlich auf und setzte sich von der Meute ab. Keiner konnte das flotte Tempo des Belgiers mitgehen und souverän gewann er das Rennen. "Ich bin glücklich", strahlte Daemen, der im Ziel von der jubelnden alpha Technik Van Zon BMW Mannschaft empfangen wurde. "Ich kann endlich den Menschen etwas zurückgeben, die soviel für mich tun. Mein Plan, am Ende des Rennen so richtig Gas zu geben, ist aufgegangen."

Weil es so schön war, legte sich Daemen auch im zweiten Lauf mächtig ins Zeug und wurde mit dem zweiten Tagessieg belohnt. Nach wenigen Runden war der Belgier an der Spitze des Superbike-Feldes aufgetaucht und hatte alle Angriffe erfolgreich abgewehrt. "Der zweite Sieg war wesentlich schwieriger", berichtete er anschließend. "Die Konkurrenz war um einiges kämpferischer unterwegs als noch am Vormittag. Der zweite Sieg für BMW Motorrad und unser Team, das ist natürlich perfekt. Doch es warten noch einige Herausforderungen auf uns, wir haben noch längst nicht ausgelernt."

Julian Mazuecos feierte auf dem Salzburgring ein gelungenes Comeback. Mitte Mai hatte sich der Spanier in der Motorsportarena Oschersleben den Oberarm gebrochen und bekam für das Rennen auf dem Salzburgring von den Ärzten grünes Licht. "Das war die richtige Entscheidung", war sich der alpha Technik Van Zon BMW Pilot sicher. "Natürlich war es auf dem mir unbekannten Salzburgring nicht ganz einfach. Bei der Bergauf-Passage darf man nicht vom Gas, da verliert man sonst ganz schön. Der Richtungswechsel ist für mich noch recht schmerzhaft."

Der Start ins erste Rennen war nicht perfekt und der alpha Technik Van Zon BMW Pilot landet lediglich auf Rang 20. Dann begann eine sehenswerte Aufholjagd, die den Spanier bis auf Platz 7 brachte. In der letzten Runde hatte er sich noch den ehemaligen MotoGP-Piloten Chris Burns geschnappt.

Im zweiten Rennen gelang der Start schon besser und in der letzten Runde drängelte er sich noch an Teamkollege Altendorfer vorbei auf Rang 8. "Ich hatte Schmerzen und bin sehr müde", verriet der Wiedereinsteiger am Ende des Tages. "Doch die Ergebnisse waren nicht schlecht. Das Starten mit der BMW muss ich noch üben."

Für den Raublinger Filip Altendorfer dauerte das erste IDM-Rennen nicht lange. In hohem Bogen flog er von seiner BMW in Richtung Kiesbett. "Ich habe mir das Sprunggelenk angeschlagen", zählte der alpha Technik Van Zon BMW Pilot auf, "ein paar Rippen und die Hüfte geprellt." Teamkollege Werner Daemen war bei Altendorfers Abflug in unmittelbarer Nähe. "Wir anderen hatten Glück", versicherte er. "Das Motorrad flog in hohem Bogen. Irgendwie kam ich drunter durch."

Die Mannschaft machte Altendorfers Motorrad für den zweiten Lauf wieder fit und er bedankte sich im zweiten Rennen mit Platz 9. "Beim Herunterschalten hat mein Fuß ziemlich weh getan", gestand er. "aber das war egal. Ich bin mit dem zweiten Rennen sehr zufrieden. Julian war am Ende etwas schneller als ich."

Der Chemnitzer Toni Wirsing musste im ersten IDM-Superbike-Rennen einen Ausflug ins Kiesbett hinnehmen. "Entweder ist der Gang rausgesprungen", überlegte er, "oder ich habe mich verschaltet. Auf jeden Fall war ich im Leerlauf, die Motorbremse setzte nicht ein und ich rauschte ins Kiesbett. Dort stürzte ich dann." Doch der alpha Technik Van Zon BMW Pilot hob seinen fahrbaren Untersatz wieder auf und hetzte dem Feld hinterher. Am Ende sprang Platz 21 für den Nachwuchsfahrer heraus.

Im zweiten Rennen war Wirsing in einer sechs Mann starken Gruppe unterwegs und behielt bis ins Ziel die Oberhand. Mit Platz 16 verpasste er denkbar knapp einen Punkterang.

Vier Wochen IDM-Pause sind nun für das alpha Technik Van Zon BMW Team angesagt. Am ersten August Wochenende treffen sich die IDM-Piloten auf dem Schleizer Dreieck in Thüringen zu ihrem sechsten Rennen der Saison 2009

Quelle: Pressemeldung BMW AG

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